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InteRes expandiert mit Niederlassung im innocel
Pressemitteilung am 13.07.2015
InteRes hat einen zweiten Standort, in Lörrach bei Basel.
AH
Die InteRes GmbH, eines der führenden Softwarehäuser in Deutschland für den Bereich
Reisetechnologie, eröffnet neben dem Hauptstandort in Darmstadt eine weitere
Niederlassung im Süden Deutschlands.


Die InteRes GmbH ist seit dem 1. Mai 2015 im Innovations-Quartier innocel Lörrach vertreten. InteRes bietet seit 1996 innovative Software-Technologie für die Reisebranche an, insbesondere maßgeschneiderte Lösungen im Flugbereich. Zu den wichtigsten Produkten zählen Mercado, eine zentrale Transaktions-Plattform, die die parallele Anbindung an verschiedene Fluganbieter und zentrale Computerreservierungssysteme (CRS) erlaubt, sowie die Benutzeroberfläche Mercado Agent. Zu den Kunden gehören vor allem große Unternehmen wie z.B. die TUI AG, Condor, DER, FTI, Germanwings, Lufthansa, Lufthansa City Center, L´tur, Thomas Cook, Sabre und Swiss. Seit 2001 ist die TUI AG mit 25,2 % an der InteRes GmbH beteiligt.

Mit dem Standort im innocel Lörrach ist InteRes Kunden wie der Swiss International Air Lines geografisch näher und profitiert vom inspirierenden Austausch mit den 30 Unternehmen im innocel.

„Wir haben im Innocel so attraktive Standortbedingungen vorgefunden, dass die Standortentscheidung im Dreiländereck am Ende sehr eindeutig war“, erklärt Volker Herrmann, Geschäftsführer der InteRes GmbH, die am Hauptstandort in Darmstadt 29 Mitarbeiter beschäftigt. Diana Stöcker, Geschäftsführerin der Innocel Innovations-Center Lörrach GmbH, ergänzt: „Wir freuen uns, dass sich mit der InteRes GmbH ein weiteres innovatives Wachstumsunternehmen im Bereich Informationstechnologie für das innocel entschieden hat.“

Die Innocel Innovations-Center Lörrach GmbH ist das Wirtschaftsförderungsunternehmen der Stadt Lörrach. Das Innocel ist mit seinem Innovations-Quartier seit 2000 aber auch eine zukunftsorientierte Standortgemeinschaft von einerseits GründerInnen und jungen Unternehmen, andererseits bereits etablierten Unternehmen. Die inhaltlichen Schwerpunkte dieser Unternehmen sind Informationstechnologie, Telekommunikation, Medien und Life Sciences einschließlich Medizintechnik. Die Innocel GmbH ist mit vielfältigen Dienstleistungen kompetenter Partner der Unternehmen in Lörrach und entwickelt und leitet verschiedene Projekte zur Standortentwicklung.
Anke Hsu ist künftig Customer Experience Officer
Pressemitteilung am 21.05.2015
Anke Hsu ist jetzt bei InteRes als Customer Experience Officer (CXO).
AH

Die Sales- und Marketing-Expertin wird in der neugeschaffenen Position den
Fokus auf die Bedürfnisse der Kunden in der gesamten Organisation stärken
und die heute schon erfolgreichen Kundenbeziehungen weiter ausbauen.


Anke Hsu ist ab sofort als Customer Experience Officer (CXO) für den
weiteren erfolgreichen Ausbau der bestehenden vertrauensvollen Beziehungen zu Großkunden sowie
für die Gewinnung von Neukunden verantwortlich. Zudem übernimmt sie in dieser neugeschaffenen
Position das strategische wie operative Marketing. Zusammen mit Volker Herrmann, Chief Executive
Officer (CEO) und Geschäftsführer der InteRes GmbH und Carsten Koehler, Chief Operating Officer
(COO), wird sie Teil des Führungsteams.

„Wir freuen uns sehr, mit Anke Hsu eine erfahrene Sales- und Marketing-Expertin mit großem
Branchen-Know-how gewonnen zu haben“, erklärt Volker Herrmann. „Ich bin mir sicher, dass wir nun
gemeinsam mit unseren Kunden noch schneller technologische Innovationen und maßgeschneiderte
Lösungen für den Flugbereich entwickeln und damit unsere führende Position in diesem Bereich
ausbauen können.“

Die Diplom-Kauffrau und MBA-Absolventin bringt umfangreiche internationale Erfahrungen in der
Reise- und Tourismusbranche mit. Sie verantwortete zuletzt bei der FTI Group als Directrice Générale
den Aufbau von FTI Voyages S.A.S. zu einem nationalen französischen Veranstalter. Zuvor trug sie
als Director Online Sales and Key Account Management maßgeblich zum Ausbau des Online-
Vertriebes für das Unternehmen Sabre Travel Network in Europa, im Mittleren Osten und in Afrika
(EMEA) bei. Ihre berufliche Laufbahn begann sie bei Lufthansa, wo sie in den Bereichen CRM und
Airline-Allianzen Airline-Erfahrung sammelte. In Brasilien baute sie mit einer Tochtergesellschaft von
flights.com eines der ersten Flugportale auf.
Auf der Jagd nach Airlines
FVW vom 12.06.2009
Den Internet Booking Engines steht ein heißer Sommer bevor: Easyjet macht die Buchbarkeit teuer, Ryanair lehnt IBEs ab. Der Wettbewerb ist härter denn je.
Georg Jegminat
Das Rätselraten bei Hitchhiker, Interes, Partners und Ypsilon Net dauert noch bis in den Herbst an. Dann will Easyjet über ihre Vertriebsstrategie entscheiden. Vor allen Dingen darüber, ob touristische Reisebüros und Reiseportale noch geduldet werden.
Gegen das Einlesen der Daten aus der Airline-Site, das so genannte Screen Scraping, wehren sich Easyjet und Ryanair, doch entschieden wird vor Gericht.
Ryanair, die Screen Scraping verbietet, hat damit kürzlich vor dem Oberlandesgericht Hamburg gegenüber Vtours gesiegt - vorerst.
Die Entscheidung über die Vertriebsstrategien fällt bei Easyjet in eine Zeit, in der die deutschen Anbieter von Flugbuchungs-Engines heftiger denn je konkurrieren. Der Innovationsdruck ist hoch, aber die Margen schrumpfen. Es gibt einen regelrechten Wettlauf um die Zahl der angeschlossenen Fluggesellschaften. Da bildet die Drohung von Easyjet, ab Herbst Buchungen touristischer Reisebüros zu blockieren und damit den IBE Geschäft zu nehmen, nur einen Fixpunkt bei ihrer Jagd nach Kunden.

Es gibt zwei Lager: Ypsilon Net und Partners nutzen die Schnittstelle (API) von Easyjet. Hitchhiker und Interes lesen die Bildschirminhalte der Airline-Website per Screen Scraping aus. ?Die Schnittstelle ist mit Sicherheit produktiver, aber die Vertragskonditionen sind nicht akzeptabel", urteilt David Friderici, Produktstratege bei Hitchhiker. Die Abschaltdrohung und die Ankündigung, vier Euro pro Segment auf die Ticketpreise aufzuschlagen, akzeptiert er nicht. Ypsilon Net nutzt auf Drängen ihrer Geschäftsreisekunden seit September 2008 die Easyjet-API. ?Wir haben genau dieselben Konditionen wie Partners", betont Vertriebs- und Marketing-Direktor Patrick Coloumb. ?Sollte Easyjet die touristischen Kunden kappen, haben wir Jerry Dunn klar gesagt, dass wir wieder auf Screen Scraping gehen." Dunn leitet die Geschäftsentwicklung bei der Airline.
Kai Hannemann, Geschäftsführer bei Partners, kann sich schlicht nicht vorstellen, dass Easyjet Touristikbuchungen blockieren wird. Unausgesprochen scheinen alle darauf zu hoffen, dass die Airline auf den Umsatz nicht verzichten kann.
?Welches Geschäftsmodell verfolgt Partners nur? Bekommen die Kick-Back-Zahlungen von Easyjet?", schießt Friderici gegen Partners. Die Bremer verzichten nämlich auf ein eigenes Transaktionsentgelt für Easyjet-Buchungen. Easyjet-Entgelt plus Partners-Aufschlag würden die Tickets teurer machen als bei den Wettbewerbern. Ypsilon Net begnügt sich mit einem Teil der Service Fee, die ihre Kunden bei den Reisenden kassieren.
Ein weiteres Feld, in dem sich die Anbieter gegenseitig beharken, ist die Zahl der buchbaren Fluggesellschaften. Partners nennt 120 Airlines für ihre Engine Low Fare. Da fühlt sich Coulomb von Ypsilon provoziert: ? Wir binden konstant neue Carrier via XML ein und erweitern ab sofort unser Low-Cost-Segment mit 21 neuen Airlines auf eine Anzahl von 145." Bei den Neuen handelt es sich vor allem um russische, osteuropäische und indische Carrier.

Friderici winkt hingegen ab. Aus seiner Sicht macht es nicht die Menge, sondern die Qualität des Angebotes aus: ? Es wird immer schwieriger, sich gegenüber den Wettbewerbern abzusetzen." Hitchhiker speist neben Billigfliegern auch Charter-, Consolidator- und Veranstalter-Tarife sowie Published Fares ein. ?Nun sind Tickets mit der Kombination der verschiedenen Tarife möglich. Solche Produkte haben wir früher nicht stemmen müssen", sagt Friderici und fragt sich, wie das Geschäftsmodell bei Internet-Reisebüros ohne Service Fee noch funktionieren soll.
Auch Ypsilon Net hat eine solche Produktpalette aufgebaut. ?Ypsilon-Kunden haben per Multi-GDS weltweit die freie Auswahl, den besten Vergleich", stellt Coulomb fest. Beide, Coulomb und Friderici, betrachten Low Fare von Partners als reine Billigflug-Engine. So sehr sie um die Kunden, die Geschäftsreisebüro-Ketten, um Kooperationen und Internet-Portale kämpfen, so sicher sind sie, dass die Carrier nicht mehr auf ihre Dienste verzichten können. Selbst den Kampf von Easyjet und Ryanair gegen Screen Scraping halten sie für aussichtslos. ?Rechtlich steht es 5:0 für die Screen Scraper", sagt Friderici und bezieht sich auf Europas Reisebüro-Verband Ectaa. Man dürfe sich nicht alles gefallen lassen, zumal Easyjet beim GDS-Entgelt Vorbereiter für Vorzugspreise gewesen sei.
Das Vtours-Urteil des Oberlandesgerichts Hamburg lässt er als Gegenargument nicht gelten. Vtours sei bei der einstweiligen Verfügung unterlegen, weil die Flüge Teil eines Reisepakets waren. Bei Nur-Flügen wäre das Urteil andersherum ausgefallen. Vtours will jetzt ins Hauptverfahren eintreten.

Mit dem jüngsten Zug habe sich Ryanair sogar ein Bein gestellt, so Friderici. Der Carrier bietet eine reine Vergleichsschnittstelle zum Preis von 100 Euro an. Buchungen funktionieren da nicht. ?Damit konterkariert Ryanair das eigene Argument, die IBEs würden das Airline-System überlasten, denn nun erlaubt Ryanair das." Mit Haken und Ösen, vor Gericht und in den Märkten fighten die IBE-Betreiber um ihr Geschäft. Ein Ende ist nicht absehbar.
Die Bildschirmkratzer
TRAVEL ONE vom 03.06.2009
Wolfram Marx
Seit Wochen streiten sich Easyjet und der IT-Dienstleister Interes um die Rechtmäßigkeit von Screenscraping. TRAVEL ONE erläutert die Techniken und die Hintergründe.

Die Buchung der meisten Billigflieger gehört für Reisebüros eher zu den notwendigen Übeln. Denn leicht machen ihnen die Aldis der Lüfte die Arbeit nicht. Da viele der No-Frills-Airlines nicht in den klassischen CRS vertreten sind, bedienen sich Technikanbieter wie Interes der Technik des Screenscrapings.
Dabei werden die Internetseiten der Fluggesellschaften über die Software »Mercado« gelesen und die Daten »herausgekratzt-(Scraping). Von dort werden sie dann über das jeweilige CRS an das Reisebüro übermittelt und sind damit buchbar. In Deutschland greifen unter anderem L'tur, TUI Leisure Travel und Rewe-Büros auf Mercado zu.

Juristischer Streit. Dieses Verfahren stößt jedoch zum Beispiel bei Easyjet auf Ablehnung. Die Airline will das Screenscraping verhindern und die Technikanbieter sowie die Reisebüros über eine API-Schnittstelle (Application Programming Interface, deutsch: Schnittstelle zur Anwendungsprogrammierung) anbinden. Eine solche Schnittstelle will lnteres-Geschäftsführer Volker Herrmann aber nicht einrichten: »Eine API ist mit Lizenzkosten verbunden, die dann auch an die Kunden weitergegeben werden müssen. Dazu kommen Buchungsgebühren in Höhe von vier Euro pro Segment. Außerdem bedeutet sie für uns erheblich mehr Aufwand.«
FSS
Da mit Interes keine Einigkeit über eine solche Schnittstelle erzielt werden konnte, hat Easyjet vor dem Landgericht Hamburg Klage wegen »Verletzung des virtuellen Hausrechts« gegen lnteres eingereicht. Beim Darmstädter Softwarehaus sieht Geschäftsführer Herrmann dies gelassen: »Ich bin mir sicher, dass wir gewinnen. Ich weiß nicht, warum Easyjet das versucht.« Seine Zuversicht begründet Herrmann unter anderem mit einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt. Dieses entschied in einem gleichlautenden Verfahren gegen Ryanair, dass Screenscraping nicht rechtswidrig sei. Auch Ryanair hatte wegen einer Verletzung des virtuellen Hausrechts geklagt. Eine Website sei kein Haus urteilten die Richter, folglich gebe es auch kein virtuelles Hausrecht. Der Betreiber der Internetseite könne den Zugriff technisch begrenzen, so das Gericht. Unzulässig seien die Zugriffe nur, wenn dadurch der Betrieb der Website gestört werde.
Eine solche Störung ist nach Auffassung von Herrmann nicht gegeben. »Easyjet wirft uns vor, wir würden massenhaft Verfügbarkeiten abfragen. Das tun wir aber nicht. Fakt ist vielmehr, dass wir Einzelfallabfragen durchführen, die dann auch sofort wieder gelöscht werden. Von einem besonders hohen Datenaufkommen kann also keine Rede sein«, sagt Herrmann. Der Datentransfer sei identisch mit dem, der bei einer direkten Anfrage an den Webserver entsteht. »Die Daten werden nicht in einer Datenbank hinterlegt, sondern gelangen nur in den Arbeitsspeicher von Mercado.«
Auch einen Verstoß gegen das Urheberrecht konnten die Frankfurter Richter bei der Abfrage einzelner Flugverbindungen nicht feststellen. Für diesen Tatbestand hätte es sich um eine Kopie »wesentlicher Teile« einer Datenbank handeln müssen. Dies liege aber bei einer einzelnen Flugverbindung nicht vor, zudem diene das Verfahren den Verbraucherinteressen.

»Wichtig für die Reisebüros ist die Preistransparenz. Dabei hilft Screenscraping.«

Fokus auf Geschäftsreisenden. Die Verbraucherinteressen sieht auch Herrmann am besten per Screenscraping erfüllt. »Das Wichtigste für die Reisebüros ist die Vergleichbarkeit. Die können wir ihnen so am besten bieten. Gerade die No-FrillsAirlines sollten doch ein Interesse daran haben«, argumentiert er. Offensichtlich wollten diese jedoch gar keine Preistransparenz, so seine Vermutung. Als weiteren Grund für die Ablehnung des Screenscraping durch Fluggesellschaften wie Ryanair und Easyjet nennt Herrmann deren Interesse, die Kunden auf ihre eigene Website zu ziehen. »Dort können sie dann auch Produkte wie Mietwagen oder Hotels verkaufen. Damit wird der Flug zu einem Lockangebot -und dies ist ein Punkt, bei dem deutsche Gerichte hellhörig werden. «Darüber hinaus vermutet Herrmann, dass Easyjet gar nicht über touristische Büros vertreiben wolle: »Die Airline interessiert sich wegen des höheren Yields primär für Geschäftsreisebüros.« EasyjetManager Jerry Dunn macht dies auch deutlich: »Unsere API-Schnittstelle wurde für den Geschäftsreisesektor entwickelt und das bleibt auch so.« Daran ändert auch die neue Partnerschaft zwischen Easyjet und Partners Software, die das Partners-Produkt Lowfare an die API-Schnittstelle anschließt, nur wenig. Zu den Lowfare-Nutzern gehören nämlich HRG, CWT oder American Express. Auch die Entscheidung des Oberlandesgerichtes Harnburg, das in einem Eilverfahren eine einstweilige Verfügung von Konkurrent Ryanair gegen Vtours bestätigt hat, ist noch keine Richtungsentscheidung. Denn einerseits hier liegt noch keine endgültige Entscheidung vor, andereseits richtet sich die einstweilige Verfügung gegen das Paketieren von Flügen. Es ist also abzusehen, dass Anbieter wie Interes weiterhin an den Websites der Airlines kratzen werden.
Easyjet in screenscraping action against InteRes
Wednesday 22nd of April 2009
by Martin Fellowes
EasyJet has begun legal proceedings against German software firm InteRes, for the alleged extensive screen-scraping of its website.

It maintains that the company, whose clients includes major travel companies such as TUI, continues to screen-scrape the easyJet website for use with its "Mercado" booking engine, although it has been repeated warned against the practice.

A spokesman for easyJet has said that other companies, also believed to be acting illegally, are also being monitored.

He noted that some of the companies being monitored operate from the UK.

EasyJet has said that it invited InteRes to connect to the budget carrier's Application Programming Interface (API), which would give it real-time access to all of easyJet's inventory of flights, but that the software firm declined the invitation.

Jerry Dunn, the distribution development manager at easyJet, said: "We offer screen scrapers a commercially viable and fully licensed alternative form of distribution, which a majority of former scrapers have already signed up to."

He went on to say: "We will not accept that some scrapers continue to go about their business to the detriment of our customers. Screen scraping causes many technical problems, mis-selling of our flights and consequently to numerous customer service problems."

The legal action against InteRes cites breach of database rights in Hamburg and breach of virtual householders rights.

Thanks to www.travelmole.com for the above quotes, for more information on this article please visit their website.
Easyjet: Briten verklagen Interes
fvw-online, 20.04.09
Georg Jegminat

Easyjet verklagt das deutsche Travel-Tech-Haus Interes darauf, das Auslesen von Flugangeboten auf der Website zu unterlassen. Interes-Chef Volker Herrmann gibt sich dennoch gelassen.

Nun schaltet sich Easyjet in die Klagen gegen das Screen Scraping ein. Neu für Deutschland ist zudem, dass nicht ein Internet-Portalbetreiber sondern ein IT-Unternehmen vor den Kadi gezerrt wird. Interes habe über die Mercado-Suchmaschine im großen Stil die Angebotsdaten von Fluggesellschaften automatisch aus deren Websites herauskratzt. Zu den Kunden der Firma gehören bekannte Reiseveranstalter wie L'Tur, TUI und Rewe Touristik.

Jerry Dunn, Manager für die Entwicklung von Vertriebskanälen bei Easyjet, sagt hierzu: "Wir bieten eine wirtschaftlich tragfähige und lizenzierte Alternative zum abkratzen von Flugdaten an, welche die meisten ehemaligen Screen Scraper bereits akzeptiert haben. Wir werden nicht hinnehmen, dass die Suchroboter weiter ihrem Geschäft nachgehen und unseren Kunden damit erheblichen Schaden zufügen." Screen-Scraping verursache eine Vielzahl von Problemen, darunter die Übermittlung falscher Flugdaten. Easyjet hat die Klage beim Landgericht Hamburg eingereicht.

Volker Herrmann sagt heute in einer ersten Reaktion gegenüber der fvw, dass er die rechtliche Bewertung nicht teile. Sein Anwalt Jürgen Beckers bereitet eine Klagerwiderung vor. Herrmann verweist auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt, das eine ähnliche Klage von Ryanair abwies. Beckers, ein auf IT-Recht spezialisierter Anwalt, hält das Auslesen einzelner Datensätze für zulässig.

Dem Streit zwischen Easyjet und Interes waren Verhandlungen über die Nutzung einer Schnittstelle (API) vorausgegangen. Man hatte sich jedoch nicht über die Konditionen einigen können. Der rechtliche Kampf um das Screen Scraping geht also in die nächste Runde.
Web 2.0 ist längst da
TR 3/2007
Web 2.0. Was ist das "neue Internet" Während Publikumsmedien einen Tummelplatz für Dilettanten wittern, richten IT-Profis ihren Blick auf neue Anwendungen und interaktive Prozesse - auch in der touristischen IT
Von Volker Herrmann
Seit der "Spiegel" dem Web 2.0 im vergangenen August eine Titelgeschichte widmete, ist das "Mitmach-Internet" in aller Munde. Enthusiasten träumen von einem neuen Börsen-Boom, die skeptische Mehrheit lästert über Teenie-Videos und digitale Poesie-Alben. Für das "Manager Magazin" ist das Web 2.0 sogar die"fixe Idee des Jahres".
Dabei hat sich die Frage, ob Web 2.0 kommt oder nicht, längst erledigt. Es ist da, und jeder nutzt es bereits. Wer in den vergangenen Monaten die Websites von Google, Wikipedia, Ebay oder Amazon besucht hat, ist längst Nutzer der Web-2.0-Technologie. In den kommenden Monaten werden Internetnutzer, wo immer möglich, jene Websites abrufen, die Philosophie und Technologie von Web 2.0 sinnvoll umsetzen.
Gelungene Web-2.0-Angebote verfügen über mehr Funktionalität, sind einfacher zu bedienen, bieten höheren Nutzen und machen mehr Spaß als althergebrachte Webangebote. Moderne Webseiten fördern zudem die Identifikation mit den Anbietern, wovon diese an Image und Markenidentität erheblich profitieren. Auch die Entwicklung von Anwendungen und Software wird schon in wenigen Monaten anders aussehen. Sie wird interaktiv und integriert Kunden direkt in die Entwicklungsprozesse (B2B). Der Beitrag des Anwenders wächst. Eine typische Web-2.0-Anwendung zu entwickeln wird schnell, effektiv und teamorientiert. Programmierer interagieren ständig mit Kollegen und Nutzern, statt im stillen Kämmerlein zu basteln. Und sie profitieren von der Interaktion der Nutzer untereinander.

Neue Anwendungen zum Vertrieb von Reiseleistungen werden sich deutlich von bisherigen Websites abheben. Innerhalb kurzer Zeit hat der Anwender Zugriff lediglich auf die Funktionen, die absolut erforderlich sind, um beispielsweise auf einfachstem Wege einen Flug zu buchen. Auf Optionen oder Sonderfunktionen ("Featuritis"), die dem auch nur im Ansatz entgegenstehen könnten, wird ganz verzichtet. Erst wenn eine kritische Masse an Anwendern sich über zu Verfügung stehende Foren, Blogs und ähnliches "auf neue Anforderungen" einigt, werden diese schrittweise zur Verfügung gestellt (perpetual beta), bis das gewünschte Endergebnis erreicht ist. Von Anfang an kommunizieren Anwender direkt mit den Entwicklern. Wenn ein erstes Modul dann den Ansprüchen der breiten Masse der Anwender genügt, wird es vielleicht mit anderen Modulen kombiniert, die natürlich auf dem gleichen Wege entstehen.

Auf die Touristik übersetzt: Konzerne und Vertriebsorganisationen sehen sich mit steigender Kompetenz ihrer B2B-Kunden und erhöhter Mündigkeit der Verbraucher konfrontiert sowie mit wachsender Transparenz bei Preisen und Produkten. Reisebüros bietet das Web 2.0 neue Möglichkeiten zur Darstellung der eigenen Kompetenz, sei es in der Interaktion mit Kunden, Leistungsträgern oder der Selbstdarstellung in Blogs.
Nur wenige Produkte sind so komplex und emotional geprägt wie Reisen. Das erste Reiseportal, dem es gelingt, die Philosophie des Web 2.0 vollständig umzusetzen, würde sämtlichen bestehenden Anbietern innerhalb von Wochen den Rang ablaufen. Manches mit großem finanziellen Aufwand geprägte Image könnte erheblichen Schaden nehmen, wenn ein Anbieter auf Kritik einer Community nicht rechtzeitig oder unangemessen reagiert.

Ein kleines, unbekanntes Reisebüro könnte mit einer gelungenen Beschreibung einer exotischen Gruppenreise in Blogs und Foren bei positivem Echo der Teilnehmer landesweit Furore machen.

Kein Zweifel: Das Web 2.0 wird die Reiseindustrie nachhaltig prägen. Fast alles ist erlaubt, außer abwarten.

Volker Herrmann ist einer der Gründer und Geschäftsführer des Darmstädter Softwarehauses InteRes, mit 25 Mitarbeitern Hersteller der Flugbuchungsplattform "Mercado|air". Sein Gastbeitrag ist eine Reaktion auf den Web-2.0-kritischen Artikel "Viel heiße Luft" von TR-Chefredakteur Jürgen Scharrer im Heft 21/06.
KarstadtQuelle-Reisebüros besonders innovativ
InteRes Presseerklärung 09/2006
InteRes-Oberfläche mit Mietwagen
Die Reisebüros der Karstadt
Quelle AG sind als Kunden von InteRes besonders erfolgreiche Anwender innovativer Buchungs-lösungen. Die Verknüpfung von stationärem Vertrieb und E-Commerce steht ebenso im Mittelpunkt wie die Anbindung weiterer Leistungsträger.

Mit einer Anwendungsquote von fast 100 Prozent aller Buchungen bei Low-Cost- und Consolidator-Tarifen gehören die Reisebüros der KarstadtQuelle AG zu den intensivsten Nutzern der Buchungsmaschine Mercado Air von InteRes. Auch bei den IATA-Buchungen (Linienflügen) erreichen die KarstadtQuelle-Agenturen eine hohe Quote von rund 75 Prozent aller Buchungen. Damit zählt der Kunde KarstadtQuelle zu den Innovationstreibern bei der Weiterentwicklung der InteRes-Buchungs-oberflächen.

Im Bereich Flug setzt KarstadtQuelle die InteRes-Oberfläche sowohl im E-Commerce als auch im stationären Vertrieb ein, um beide Vertriebskanäle auf effiziente Art miteinander zu verknüpfen. Auch auf das Händlermodell für Chartertarife wäre KarstadtQuelle mit Mercado Air vorbereitet. Außerdem werden neben dem Gesamtangebot Flug in Kürze auch Mietwagen bei KarstadtQuelle über Mercado gebucht.
InteRes baut Flug-Oberfläche Mercado Air aus
InteRes Presseerklärung 09/2006
Chartertarife komplett verfügbar
Chartertarife komplett verfügbar

Im zweiten Halbjahr 2006 bietet das Darmstädter Unternehmen seinen Kunden zahlreiche neue Funktionalitäten, darunter die Buchbarkeit sämtlicher Chartertarife einschließlich der Veranstalterraten. Damit sind InteRes-Kunden auf das Händlermodell für Charterflüge vorbereitet, wenn dieses von den Airlines eingeführt wird.

Mehr als 2.000 Reisebüros in Deutschland und dem benachbarten Ausland nutzen die Buchungsoberfläche Mercado Air von InteRes. Sie profitieren von den neuen Funktionalitäten, die InteRes im zweiten Halbjahr frei schalten wird. Dazu zählen insbesondere die Buchbarkeit sämtlicher Charter-Tarife, also sowohl Einzelplatz- wie Veranstalterraten. Die Kunden von InteRes, vor allem Reisebüro-Ketten und Franchise-Systeme, können ihren Reisebüros damit das gesamte in Deutschland verfügbare Flugangebot ohne jegliche politische oder technische Einschränkung auf einer Oberfläche zur Verfügung zu stellen.

Gesamter Charter-Content auch für Händlermodell verfügbar

Alle Kunden von InteRes haben ab September die Möglichkeit auf das gesamte Charter-Angebot einschließlich Charter-Einzelplatz und Veranstalterraten der Charter-Carrier zuzugreifen. Zu den Fluggesellschaften LTU, Air Berlin und Condor stellt InteRes direkte Schnittstellen in deren Inventory zur Verfügung. InteRes-Kunden sind also vorbereitet, wenn die Charter-Airlines wie in der Branche diskutiert das Händlermodell einführen sollten und auf die Nullprovsion umstellen.

"In Kombination mit den umfangreichen Kalkulationsmöglichkeiten ist Mercado Air damit das Instrument für Reisebüro-Ketten, um in touristischen Reisebüros den Flugumsatz zu sichern und auszubauen" beschreibt InteRes-Geschäftsführer Volker Herrmann die Vorzüge seines Systems.

Preisindikator für Charter plus Vergleich mit dem Gesamtangebot

Jeder Reisebüro-Agent kann sich eine komplette Übersicht aller verfügbaren Charter-Tarife aufrufen, ohne diese einschränken zu müssen. Abfragen wie "alle deutschen Abflüge morgen nach Mallorca" oder "alle Flüge ab Frankfurt für maximal 200 Euro" werden in einer Übersicht zusammengefasst. Die Ergebnisse liefert per Schnellanfrage eine einheitliche Datenbank. Deren Angebot wird mit anderen Angeboten wie etwa den Verbindungen oder Tarifen von Low-Cost-Carriern verglichen.

Realtime-Statistik zur Kontrolle der GDS Transaktionen

Das Management einer Reisebüro-Organisation kann während des laufenden Betriebs das Transaktions- und Buchungsverhalten der Agenturen überwachen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um Transaktionskosten der GDS ist die Fähigkeit, GDS-Transaktionen zu zählen von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Darüber hinaus kann das Anfrageverhalten, die so genannte Look-to-book-ratio jeder Agentur oder jeder Internet-Seite, genau analysiert und verbessert werden.
InteRes-Flug-Engine überzeugt weiteren Kunden
InteRes Presseerklärung 09/2006
Travel Overland nutzt Mercado Air

Mercado Air, das Frontend für Flugbuchungen von InteRes, ist ab sofort auch bei der Reisebüro-Kette Travel Overland im Einsatz. Damit hat das Darmstädter Software-Haus InteRes nach TUI Leisure Travel, HRG und KarstadtQuelle eine weitere Reisebüro-Kette für Mercado Air gewonnen.

Travel Overland wird ab September im Callcenter und in 19 eigenen Büros die Flugbuchungsoberfläche Mercado Air von InteRes einsetzen. Über Mercado werden dann Linienflüge, Tarife von Low-Cost-Airlines und über eine Schnittstelle zur eigenen Consolidator-Datenbank von Travel Overland auch Consolidator-Tarife gebucht.

Die Internet Booking Engine (IBE) von InteRes arbeitet mit den großen GDS Amadeus, Sabre, und Galileo sowie mit wichtigen Rechenzentren (Host-Systemen) wie Blank (Air Berlin) und Navitaire (Ryanair). Der internationalen Ausrichtung von InteRes folgend ist das System mehrsprachig angelegt. So setzt Nouvelles Frontieres die InteRes-IBE für seine Internet-Seiten ein. Weiterer Großkunden von InteRes sind Swiss International Airlines und der Last-Minute-Spezialist L'tur mit dem Portal FlyLoco.de.
Alle Flüge auf einen Klick
fvw 4, 02/2004 (GJ)
Karstadt Quelle führt in seinen Konzernreisebüros Mercado Air ein, eine universelle Flugmaske. Durch die Hintertür ist Sabre-Merlin mit dabei.

Die Mitarbeiter in 292 Reisebüros von Karstadt Quelle - Karstadt Reisen, Reise Quelle und Neckermann Urlaubswelt - werden in Zukunft einfacher und schneller eine Gesamtübersicht über Flugverbindungen bekommen. Sie werden mit der internetbasierten Software Mercado Air von InteRes auf verschiedene Reservierungssysteme gleichzeitig zugreifen und die Flugangebote in einer Maske erhalten.

Für die Linienflüge greift das Buchungsinstrument auf Amadeus zu, für Charterflüge über Tibet von Traffics auf Sabre-Merlin. Flüge von No Frills Carriern fragt Mercado Air über das Internet ab. Die Flugdaten werden nach Preis sortiert in einer Ergebnisliste angezeigt. Die Reisebüros können eigene Service-Entgelte einkalkulieren. Zudem werden Anzahl der Stopps, Flugdauer und Flugzeugtypen mit angezeigt. Ein zentrales Fulfilment Center von Karstadt Quelle erstellt die Tickets.

Mercado Air bildet zugleich einen Baustein für künftige E-Commerce-Aktivitäten, dürfte demnach für den Internet-Vertrieb eingesetzt werden. Darüber hinaus ist geplant, die Software als Modul für die Buchung von Bausteinreisen - also von Flügen, Hotelzimmern und Mietwagen - zu verwenden.

Karstadt Quelle greift auf unterschiedliche Lösungen zurück, um ihre Reisebüros optimal auszustatten. Bei TUI Leisure Travel - InteRes ist eine Beteiligung der TUI - wird die Software seit Januar eingeführt.

Auch bei der Auswahl des CRS zeigt sich der Warenhauskonzern flexibel. So nutzt beispielsweise das Call Center von Reise Quelle das Reservierungssystem SabreMerlin, und für den Reiseverkauf über Neckermann TV bedienen sich deren Mitarbeiter SabreMerlin Office. "Der Reisevertrieb von Karstadt Quelle und Sabre Travel Network arbeiten in zahlreichen Feldern erfolgreich zusammen", resümiert Dieter Zümpel, Direktor Reisevertrieb bei Karstadt Quelle.
Zusatzgeschäfte
TR 3/2004 (bec)
TUI LEISURE TRAVEL / InteRes. Der TUI-Eigenvertrieb bringt sich mit dem Flugportal "Mercado Air" technisch auf den neuesten Stand. Für Lieferant InteRes ist der Deal ein Schritt der neuen Strategie.

Na bitte - eine Online-Plattform schaltet die TUI Ende Januar tatsächlich frei: zwar nicht die Hotelplattform, aber das Flugbuchungsportal "Mercado Air". Die Eigenvertriebstochter TUI Leisure Travel (TLT) bietet es ihren Franchisebüros und Filialen an.
Damit bringt sie die TUI-Büros technisch auf den Stand der Dinge. Weil die Buchungssysteme lernen, verschiedene Flugangebote, vor allem aber LowCost- und Netztarife vergleichend darzustellen, werden sie für den Counter InteRessant - und zwar auch dort, wo kaum Nur-Flug-Geschäft läuft.

Denn Expedienten, die vor allem komplette Reisen verkaufen, tun sich mit den Flugbuchungsmasken der GDS oft schwer - und scheuen vor NurFlug-Buchungen zurück. Mit "Mercado Air" soll die Hemmschwelle sinken. Das Programm bietet Linien-, Charter-, Low-Cost-Tarife, dazu das Angebot des Consolidators TUI 4 U in einer Abfrage, auf einer Oberfläche, selbsterklärend und samt Abwicklung von Serviceentgelten. Was es die Büros kostet, steht noch nicht fest. Andreas Zinschitz, Leiter des TLT-Geschäftsbereichs IT, erwartet jedoch, "dass die Kosten durch den zusätzlichen Verkauf von drei Flugtickets gedeckt sind". Klare Strategie also: Zusatzgeschäft.

Software-Anbieter InteRes, Lieferant von "Mercado Air", misst seinem Produkt ebenfalls hohe strategische Bedeutung bei. Anfang 2003 ersetzte das Darmstädter Softwarehaus seine relativ einfache Buchungsmaschine InteRes Engine" durch die vielseitige Plattform "Mercado" (siehe TR 10/03). Sie kann Leistungsträgerdaten aus verschiedenen Quellen zusammenführen, auch zu Paketen bündeln, und an unterschiedliche Oberflächen weiterleiten. Bisher verkauften die InteRes-Geschäftsführer Volker Herrmann und Thomas Kress das Produkt als reine Plattform - was
die Kunden daraus machten, war ihre Sache. L'tur zum Beispiel nimmt sie als Grundlage für sein "Flyloco"-Angebot.

Inzwischen aber hat InteRes mit "Mercado Air" selbst eine Anwendung hergestellt, also ein Paket aus Plattform plus Anwenderoberfläche, und will das 2004 stark in den Vordergrund stellen. "Bisher ging es den Kunden vor allem um den Endkunden-E-Commerce, da wollte jeder sein eigenes Ding", sagt Herrmann. "Jetzt richtet sich ihr Fokus stärker auf Buchungswerkzeuge für Expedienten." Hier gehe es weniger um Marketing als um Funktionen. "Die Anforderungen gleichen sich so, dass es sich für uns lohnt, ohne Projektauftrag Anwendungen zu schreiben und zu vermarkten." Auch ein Zusatzgeschäft.

"Mercado Air" für Flüge, die erste eigene Anwendung, ging außer an TLT auch an Geschäftsreisemittler BTI Euro Lloyd, zudem laufen Projekte mit Großkunden, die Herrmann nicht nennen möchte. Wenn das "in trockenen Tüchern" ist, plant er "Mercado Hotel". Im Herbst, überschlägt er, könnte es fertig sein. Auch Anwendungen für Mietwagen und Bahn stehen auf seiner Liste.

Aber treten diese Buchungsoberflächen nicht in Konkurrenz zu Produkten wie dem neuen "Amadeus Vista", mit dem Amadeus Germany gerade alle Prozesse zusammenfassen will" Macht "Mercado Air" nicht wieder ein neues Fenster auf" Das schon, antwortet Herrmann, aber erstens seien es Reisebüros gewöhnt, mehrere offene Programme auf dem Schirm zu haben. Zweitens straffe auch "Mercado Air" die Flugbuchung erheblich. Und schließlich biete das Produkt mehr als Amadeus, etwa die Low-Cost-Carrier.

Insgesamt war die Entscheidung, "InteRes Engine" durch "Mercado" abzulösen, ein Erfolg für InteRes. Fast alle Kunden sattelten auf die Plattform um, die Ausschreibung des langjährigen Kunden Swiss gewann InteRes im Herbst erneut. 2003 schlossen Herrmann und Kress auf Vorjahresniveau ab, aber mit dem "größten Gewinn, den InteRes je hatte".

Mit der TUI beackert Herrmann jetzt erst einmal den E-Commerce: Bis Mai sollen auch die TLT-Seiten hapag24.de, first24.de und trc24.de, zudem Tui.de mit "Mercado Air" laufen.
TUI-Reisebüros fit für Billigflieger
fvw 2, 01/2004
TUI Leisure Travel stattet ihre rund 1360 Reisebüros mit einer neuen Flugbuchungsmaske aus, über die Tarife von Linien-, Charter- und Low-Cost-Flügen parallel abgefragt werden können. Zugleich können auch alle via Amadeus verfügbaren Flüge direkt gebucht werden.

Zum Einsatz kommt eine modifizierte Version der InteRes-Software Mercado Air, die mittlerweile auch Tarife von Ryanair anzeigen kann. Ferner fließen die Nettotarife des hauseigenen Consolidators TUI 4U in das Programm ein.

Die Auslieferung der Software beginnt Ende Januar. Über die Nutzungsgebühren ist noch nicht abschließend entschieden.
Sämtliche Flug-Angebote auf einen Blick 10/2003
InteRes Presseerklärung 10/2003
Die Darmstädter InteRes GmbH hat mit mercado|air eine neue browser-basierte Buchungsoberfläche für alle Flüge vorgestellt. Zu den Stärken von InteRes zählen Schnittstellen zu den großen Reservierungssystemen Amadeus, Sabre, Galileo, Worldspan und Abacus sowie langjährige Erfahrung mit Online-Buchungsmaschinen. Teil der neuen InteRes-Oberfläche sind zudem die Angebote der Low-Cost-Carrier und Charterflüge. InteRes ist der einzige deutsche Anbieter einer direkten Schnittstelle zum Reservierungssystem Open Skies von Navitaire.

Linien-Airlines im GDS, Charter-Gesellschaften aus den touristischen Systemen und Low-Cost-Carrier von diversen Internet-Seiten: So sieht bislang für Reisebüros die komplizierte Welt der Flugbuchungen in Deutschland aus. Die neue Buchungsoberfläche mercado|air von InteRes macht Schluss mit diesem Durcheinander. Die Darmstädter Flug-Profis bieten den Reisebüros ab sofort ein Reservierungstool für alle Flugbuchungen an. "Die Verkäufer müssen nicht mehr zwischen den verschiedenen Oberflächen mehrerer Systeme hin und her wechseln", fasst InteRes-Geschäftsführer Volker Herrmann die Vorzüge seiner neuen Entwicklung zusammen.

"mercado|air ist die konsequente Weiterentwicklung unserer bekannten Reservierungsoberflächen für Agenten und Endkunden. Über die neue Oberfläche sind Linienflüge, Charterplätze und Low-Cost-Angebote buchbar", so Herrmann weiter. In der direkten Anbindung von Navitaire und den Schnittstellen zu allen großen GDS sieht Herrmann die Stärken der InteRes-Oberfläche. Mit Direktanbindungen an Leistungsträger über die Systeme Blank und Pars und die Integration des Angebotes der Buchungsmaschine Tibet der Traffics GmbH sei auch die Integration der Charter-Fluglinien gesichert. Überall dort, wo keine Schnittstellen zu Low-Cost-Carriern zur Verfügung stehen, greift mercado|air auch auf Web-Pages zu und integriert deren Angebote in die neue Reservierungsoberfläche. Im Focus von InteRes stehen sowohl Business-Travel-Reisebüros wie Reisebüro-Ketten und -Kooperationen mit touristischem Schwerpunkt.

Für sie alle ist die Bedienung von mercado|air denkbar einfach: Nach dem Login befindet sich der Reisebüro-Mitarbeiter in einer Schnellabfrage. Auf die Eingabe der vom Kunden gewünschten Flugdaten folgt eine Übersicht vakanzgeprüfter Tarife mit den entsprechenden Flugzeiten. Nach Auswahl des gewünschten Tarifes und Eingabe der Passagierdaten kann der entsprechende Flug sofort gebucht werden. Ein Wechsel der Reisetage ist ebenso möglich wie automatische Preis-Kalkulation und die Anbindung einer Kunden-Datenbank.

Der Agent kann zudem bestehende Buchungen nach bestimmten Kriterien suchen und diese bearbeiten. Entsprechend kann er umbuchen und stornieren. Bestehende PNRs können zur Weiterbearbeitung (etwa Ticketing) auf vorgesehene Queues geschickt werden. Auf den Queues eintreffende PNRs lassen sich automatisch aufrufen und darstellen, etwa wenn ein Kunde über einen geänderten Flugplan informiert werden muss, oder sie lassen sich auch manuell aufrufen.

Die Mitarbeiter der InteRes GmbH gehören seit Jahren zu den international erfahrensten Spezialisten für Online-Buchungen von Flügen. Großkunden sind unter anderem die Fluggesellschaft Swiss International Air Lines, deren Internet-Angebot www.swiss.com auf der Technologie der InteRes GmbH basiert, und der Last-Minute-Spezialist L'tur mit dem Dynamic-Packaging-Portal FlyLoco.de. Unter www.flyloco.de können Urlauber Billig-Flüge und Hotelzimmer selbst zusammenstellen und zum tagesaktuellen Preis reservieren.
Schneller Weg zu allen Tarifen
fvw 23/2003
Torsten Schäfer
InteRes bringt eine neue Oberfläche zum Reservieren von Flügen auf den Markt. Reisebüro-Agenten können damit Linien-, Charter- und Billig-Carrier buchen.

Aus Darmstadt kommt ein neues Tool: Die IT-Tüftler von InteRes haben ein neues webbasiertes System entwickelt. Mit mercado|air können Reisemittler Flüge auf einer einzigen Oberfläche reservieren. Die Abfrage der vakanzgeprüften Flugtarife erfolgt allerdings in verschiedenen Datenquellen.

mercado|air greift auf die Reservierungssysteme Amadeus, Sabre oder Galileo und parallel auf Charter-Fluggesellschaften, Low Cost Carrier und eine Nettotarifdatenbank zu. Die Charter Airlines sind über DCS Merlin oder das Buchungssystem Tibet von Traffics angebunden.

Den Zugang zu Billig-Airlines ermöglicht eine IP-Direktanbindung zum Reservierungssystem Open Skies von Navitaire. Zudem werden auch die Websites von Low Cost Carriern, die nicht über Open Skies verfügbar sind, direkt angesteuert.

BTI Euro Lloyd führt Tool als erster Kunde ein.

Bei Air Berlin erfolgt die Anfrage nach Verfügbarkeit auf der Website, gebucht wird aber über das System von Blank. Die InteRes-Nettotarifdatenbank kann Stadaf-Datenformate lesen und verarbeiten. Die Agenten kommen nach Anmeldung in der passwortgeschützten Website auf die Buchungsoberfläche mit mehreren Modulen. Dazu gehören eine Schnellabfrage, Tarifermittlung, PNR-Bearbeitung, Verfügbarkeitsanfrage und ein Professional-Modus für die CRS-Profis, in dem die Kommandos zur Weiterverarbeitung mit den üblichen Kürzeln und Codes erfolgen können.

"Nach Eingabe der Flugdaten in der Schnellabfrage werden alle angeschlossenen Systeme parallel gecheckt", erläutert InteRes-Geschäftsführer Volker Herrmann. Dabei prüft mercado|air zuerst in einer lokalen Datenbank, welche Airlines überhaupt die entsprechende Strecke bedienen. "Damit vermeiden wir unnötige Transaktionen sowie Anfragen im System und auf den Internet-Seiten", verdeutlicht Herrmann.

Alle verfügbaren Flüge werden nach Preis sortiert auf dem Bildschirm dargestellt. Nach Auswahl eines Flugs ermittelt das Tool die exakten Steuern und Gebühren und vervollständigt die Buchung mit den Passagier- und Zahlungsdaten. Wird ein Netto- oder Iata-Tarif verkauft, kann die Buchung auf die Queue eines Consolidators überspielt werden. Reservierungen über Open Skies werden direkt bei der Airline gebucht.

mercado|air ist nach Angabe des Geschäftsführers für Kooperationen und Ketten ab 100 Büros geeignet. Berechnet wird eine jährliche Lizenz- und Wartungsgebühr. InteRes fordert keine weiteren Transaktionskosten.

Herrmann freut sich inzwischen über den ersten Kunden für seine Neuentwicklung: "BTI Euro Lloyd wird in Kürze alle Büros damit ausstatten." Anfang November beginnt dort der Pilotbetrieb. Auf dem FVW Kongress Zukunft in Köln Ende Oktober will der InteRes-Geschäftsführer mercado|air einem breiteren Publikum vorstellen.
Bündeln per Plattform
Touristik R.E.P.O.R.T 10/2003
InteRes setzt alles auf neue Software
bec
Für neuartige Buchungsseiten wie Flyloco von L'tur hat Softwareanbieter InteRes eine multifunktionale Buchungsplattform entwickelt. Die Strategie hat sich nicht geändert: InteRes will klein und profitabel bleiben.

Das vergangene Jahr war für das Darmstädter Softwarehaus InteRes die Zeit des großen Schrittes: Das Unternehmen ging weg vom Produkt einer reinen Buchungsmaschine und hin zur Transaktionsplattform. Seine Aufgabe für 2003 sieht Mitinhaber Volker Herrmann nun unter anderem darin, seinen Kunden zu erklären, worum es bei der Plattform geht. Dafür hat er gute Karten. Denn einer der Kunden, die das neue Produkt "mercado" nutzen, heißt L'tur und hat damit seine Flyloco-Seite gebaut. Der "Locomat" konfiguriert aus Low-Cost-Flügen und Hotelbetten live Pauschalreisen.

"Eine solche dynamische Bündelung wollen alle", sagt Herrmann. "Mit dem bisherigen Tool war sie nicht möglich." Diese alte "InteRes Engine" ist ein Programm, das die Oberfläche einer Homepage mit einem GDS verknüpft. jedes Produkt - Flug, Hotel usw. - braucht seine eigene Maschine. "mercado" dagegen kann viel mehr: Die Plattform vereinigt Verbindungen zu GDS, zu Reservierungssystemen wie HRS und Open Skies, zu Datenbanken mit Tarifen oder Kunden und zu Tools für Ticketdruck und die elektronische Produktbündelung. Daran lassen sich auf der anderen Seite außer Homepages alle Arten von Internet-Schnittstellen, Agenturen, Callcenter und Auswertungsprogrammen anschließen. Was zum Einsatz kommt, entscheidet der Kunde.

Bis Ende des Jahres wollen Herrmann und sein Kompagnon Thomas Kress alle Kunden überzeugt und auf "mercado" umgestellt haben. Zur Zeit sind das außer L'tur 13 Unternehmen, darunter Fluggesellschaften wie Swiss, Midwest und Hawaiian (beide USA), ECommerce-Anbieter wie T-Online Travel und Lufthansa Air Plus, Veranstalter wie die TUI. Rund 6o Prozent des Umsatzes kommen aus dem Ausland nach Darmstadt.

Insgesamt verfolgen Volker Herrmann und sein Freund und Kompagnon Thomas Kress eine Strategie, die das Unternehmen bewusst klein hält.

> Sie konzentrieren sich auf das Buchungsprodukt. Ein integriertes System von der Buchung bis zur Buchhaltung im Back-Office war und ist nicht geplant. "Wir machen alles bis zur Passenger Name Record, das funktioniert international", sagt Herrmann.

> InteRes bedient mit zehn Mitarbeitern Kunden in den USA, Asien, Großbritannien, der Schweiz und Skandinavien. Sie werden komplett online von Darmstadt aus betreut. Herrmanns und Kress' Faustregel: "Je größer das Projekt, desto kleiner unser Anteil daran. Man muh wissen, wo die Grenzen sind." Offene Schnittstellen ermöglichen den Kunden, viel selbst zu programmieren.

> Schon im Jahr 2000, also vor dem 11. September 2001, bremste Interes sein bis dahin starkes Wachstum - was daran liegt, das InteRes seit dem Einstieg der TUI im selben Jahr dem Konzern-Controlling untersteht und dort jährlich seine Bücher prüfen lässt. "Das verhindert Abstürze in Zeiten wie diesen", sagt Herrmann. 2002 lag der Umsatz nur knapp unter dem von 2000. Ein starkes erstes Quartal lässt für 2003 mindestens auf das Vorjahresniveau hoffen. Zahlen nennt InteRes nicht.

Lohn der schlanken Strukturen: InteRes arbeitet seit dem zweiten Jahr 1998 mit Gewinn. Um den abzuschöpfen, sei die TUI aber nicht mit ihren 25,2 Prozent eingestiegen, versichert Herrmann. Deswegen werde es zur Option, bis Ende 2003 InteRes komplett zu übernehmen, auch nicht kommen. Ihr gehe es vielmehr darum, sicherzustellen, dass InteRes die TUI-Marken-Homepages zuverlässig dauerhaft anbindet.

Größter Kunde ist die TUI jedenfalls nicht. Getrieben wird das InteRes-Geschäft, das zu 6o Prozent aus Projektaufträgen besteht, auch von L'tur oder der Swiss. "mercado wurde ein bisschen aus der Not geboren, um alle Kundenwünsche zu befriedigen", sagt Herrmann. "Wie es weitergeht, hängt von den Kunden ab", so sei Flyloco nur eine Möglichkeit des Bündelns. "Technisch können wir schon alles miteinander verknüpfen", so Herrmann. "Ich stelle mir vor, das wir auch Technik liefern, um Pakete aufzuschnüren und neu zu bündeln."

Wenn gegen Ende des Jahres alle Kunden die Möglichkeiten der Plattform erkannt haben, will Herrmann sich wieder stärker um neue Kunden kümmern. Werben kann er auch mit seinem Namen: "inter es" heißt "sei dabei".
Eine Frage der Technik
Touristik Aktuell 09/03 vom 06.03.2003
Dynamische Pakete für den individuellen Urlaub
Jürgen Baltes
Frankfurt. Die Pauschalreise wird individuell. Der Trend zum technikbasierten maßgeschneiderten Zusammenstellen von Urlaubsreisen ist kaum mehr aufzuhalten. Selbst Europas größter Veranstalter TUI will dem "Trend zur Individualisierung" Rechnung tragen und die bislang recht starren Pauschalreisen aufschnüren, um den Kunden "mehr Wahlmöglichkeiten" zu geben. Flugsitze, Hotels, Mietwagen, aber auch Ausflüge, Transfers und sonstige Zusatzleistungen - die Bausteine für individuell kombinierbare Touren sind reichlich vorhanden. Das Gesamtprodukt ist jedoch recht komplex. Dieses clever aufzudröseln, wird somit vor allem zu einer Frage der Technik. Vorgeprescht sind bislang Consolidator und Autovermieter, die Flüge und Mietwagen flexibel buchbar machen. Partners Software hat mit Sabre, Mc Flight und Holiday Autos ein Tool geschaffen, das der Consolidator Reisebüros zur Verfügung stellt. Ypsilon.Net bietet ein ähnliches Werkzeug, das etwa von der Schmetterling-Kooperation eingesetzt wird. Auch Travel Overland hat vor wenigen Tagen ein dynamisches Fly&Drive-Modul freigeschaltet.

Schon bei diesen vergleichsweise einfachen Produkten zeigen sich allerdings die Tücken. Die Einbindung von Charter- und Billigcarriern ist schwierig. Bei Travel Overland und Mc Flight gibt es vorerst nur Linienflüge. Auf der ITB will Technologieanbieter ZNT Travel zwar erstmals die "Live"Integration von Charterflügen aus den Datenbanken von Travel-IT und Traffics vorstellen. Doch Travel-IT Chef Günther Buchholz ist skeptisch: "Das ist nicht ganz einfach. Der Chartermarkt tickt völlig anders." Dass man beim Paketeschnüren mit Ryanair und Co. zögert, hat neben technischen auch rechtliche Gründe. Denn der Veranstalter wäre dann für Verspätungen oder Ausfälle der Billigflieger verantwortlich. Dabei bringen gerade Charter und Billigflüge die nötige Dynamik ins Paketgeschäft. Und hier sind in erster Linie nicht Mietwagen, sondern Hotels die Bausteine der Wahl. Denn wer kurz nach London oder Mailand jettet, muss nicht unbedingt fahren, aber übernachten.

Die großen Reisekonzerne machen sich derzeit viele Gedanken, wie sie die Bausteine zusammenbringen können. Für TUI-Chef Michael Frenzel ist klar, dass die Hotels des Konzerns künftig nicht mehr nur als Teil einer Pauschalreise, sondern separat in einer Hoteldatenbank angeboten werden. Solche Datenbanken mit tagesaktuellen Preisen gibt es bislang nicht nur bei Hotelbrokern wie HRS, sondern auch bei Veranstaltern wie Schauinsland, Tischler Reisen oder LTU Plus - und damit in touristisch relevanten Zielen. Travel-IT zum Beispiel hat genau diese in das Kurzfrist-Modul LM Plus integriert. Reisebüros können so im YieldBereich von sechs Wochen vor Abflug bequem Charterflug und Hotel für ihre Kunden zusammenstellen. Allerdings nicht als Komplettpaket, denn dann müssten sie ja als Veranstalter auftreten. Für die Ferien AG hat Travel-IT deren eigene Hoteldatenbank mit LM Web kombiniert.

Unterdessen arbeiten andere daran, große Hoteldatenbanken mit Billigflügen zu verknüpfen. Der Darmstädter Software-Anbieter InteRes etwa will eine Schnittstelle zwischen dem weltweiten Hotelreservierungssystem Pegasus und der eigenen Transaktionsplattform mercado realisieren. mercado bildet bereits die technische Grundlage für das Zusammenpacken von Billigflügen und Hotels auf der L'tur-Webseite Flyloco.de. Auch Hotelbroker HRS sieht sich als prädestinierter Hotelpartner der Billigflieger und verfügt außerdem über eine offene Schnittstelle. Bislang sind die HRS-Hotels zwar über die Webseiten von LTU, Aero Lloyd, Germanwings und demnächst Volareweb buchbar. Doch als Dynamic-Packaging kann man dies sicherlich ebenso wenig bezeichnen wie die Möglichkeit, 350 TUI-Hotels über die HLX-Webseite zu buchen.
Erste Booking-Engine für LowCost Dynamic Packaging vorgestellt 12/2002
InteRes Presseerklärung 10/2002
Die Darmstädter InteRes GmbH hat mit der L'TUR Tourismus AG das neue Portal "FlyLoco.de" und damit die erste Booking-Engine für LowCost-Urlaub entwickelt.

Die hoch automatisierte Dynamic Packaging-Technologie kombiniert Billigflüge mit Hotels. Der Kunde kann seine ganz persönliche Pauschalreise zusammenstellen und mit einem Klick zum LowCost-Flug ein Hotel seiner Wahl buchen. Dafür werden die Schnittstellen zu den Systemen der Billigflieger weiter ausgebaut und mit einer neuartigen Business Logic verknüpft.

"Gemeinsam mit InteRes konnten wir in kürzester Zeit das Projekt "FlyLoco.de" umsetzen und eine voll automatisierte Transaktionsplattform für Hotel und Flug schaffen", so Markus Orth, Vorstand Direktvertrieb und Unternehmensentwicklung bei L'TUR.

Auch die Auftritte der Swiss International Airlines und von T-Online Travel wurden in Zusammenarbeit mit InteRes und auf Basis der universellen Transaktionsplattform mercado verwirklicht.

"mercado ist keine reine Buchungsmaschine, sondern eine neuartige Transaktionsplattform, bei der die Internet-Buchung nur einen kleinen Teil der Funktionalität darstellt.", ergänzt Markus Bernhart, Sales Manager der InteRes GmbH.

Als Multi-Host Anwendung sind Anbindungen an alle großen Systeme selbstverständlich. Module für Call-Center, Online Monitoring und verbrauchergesteuerte Angebotsdarstellung können flexibel zu einer für den Kunden exklusiven Lösung zusammengeführt werden. Durch die effektive Verbindung neuer Technologien wird die jeweilige Multi-Channel Integrationsstrategie des Kunden unterstützt.

Über die Integration in die bestehenden Transaktions- und Fulfillment-Prozesse bietet InteRes Kundenlösungen an, die auch ambitionierte Anforderungen an die "time-to-market" erfüllen.
Direkt ins Billigflieger-CRS
InteRes Presseerklärung 10/2002
InteRes baut den Anschluss für L'TUR - Amadeus den für Reisebüros
Jürgen Baltes
Darmstadt. Es tut sich etwas bei der Billigflieger-Buchung.

Schnittstellen zu den bislang recht "zugeknöpften" No-Frills-CRS sind in Sicht. Bis Ende Januar wollen Hapag-Lloyd-Express (HLX) und Germanwings über Amadeus und damit direkt in den Reisebüros buchbar sein. Für FlyLoco, die neue Billigwebsite von L'TUR, schafft die Softwareschmiede InteRes den direkten Link in Reservierungssystem von HLX und Germanwings.

Dem professionellen Vertrieb öffnen sich dadurch neue Wege. Denn bislang existierten solche Schnittstellen nicht. Die Billigflieger sind ausschließlich über ihre eigenen Homepages buchbar. Wer an deren Daten will, muss über diese Website gehen. Einige Softwarefirmen haben bereits Werkzeuge entwickelt, um die Informationen aus verschiedenen Billigflieger-Webseiten auszulesen und zu verarbeiten: Etwa amerikanische Unternehmen wie Farechase oder Agentware, mit denen Sabre beziehungsweise Galileo zusammenarbeiten, oder Partners mit dem neuen Tool Low-Fare. Doch bei all diesen Entwicklungen werden im Prinzip lediglich die Webseiten der Low-Cost-Flieger ausgelesen, über das sogenannte Screenscraping. Ein praktikables verfahren, das aber "nicht der Weisheit letzter Schluss" ist, wie Wolfgang Brinker, Geschäftsführer von Partners Software, zugibt. Denn ändert sich die Struktur einer Webseite, muss die Software angepasst werden.

Cleverer ist die direkte Anbindung über Schnittstellen - und die kommt nun. Der Darmstädter IT-Dienstleister InteRes hat derzeit ein gemeinsames Projekt laufen mit L'TUR und Navitaire, dem Anbieter des Reservierungssystems Open Skies, das bei HLX, Germanwings und vielen anderen Billigfliegern weltweit zum Einsatz kommt. Das Ziel: Bis Ende Januar sollen die beiden Airlines eine Direktverbindung zu mercado erhalten, der InteRes eigenen Transaktionsplattform, auf deren Basis Flyloco.de Billigflüge und Hotelzimmer kombiniert.

Neben Air Berlin kann Flyloco dann auch mit Germanwings und Hapag Lloyd Express dynamisch Pakete schüren. Und InteRes werde damit vermutlich über die "weltweit erste Schnittstelle zu Open Skies" verfügen, sagt Markus Bernhart, Sales Manager beim Softwarehaus, an dem TUI zu 25 Prozent beteiligt ist. "Eine solche gibt es bei Navitaire nämlich bislang nicht."

Damit entfällt also der Umweg über die Billigflieger-Webseite, aber auch der über ein CRS wie Amadeus. Prinzipiell könnte InteRes HLX und Germanwings dann auch in andere Online-Buchungssysteme einbinden. Allen voran TUI.de und T-Online Travel, wo das eigene System mercado bereits als Flugplattform zum Einsatz kommt. Zudem könnten auch andere Airlines, die Open Skies nutzen - von Easyjet bis Ryanair - direkt angeschlossen werden.

Klar ist, dass sich bei der Direktanbindung der Billigflieger mächtig was tut. So ist auch Brinker überzeugt, dass bei Low-Fare das Screenscraping nur den ersten Schritt darstellt und immer mehr durch echte Schnittstellen ersetzt wird.
Mensch und Maschinearbeiten zusammen FVW 3/2002
FVW no. 3, 02/01/2002
Torsten Schäfer
Viele bekannte Sites von Internet-Agenturen schmücken die Internet Booking Engines von InteRes, so zum Beispiel die Flugbuchungsmasken der TUI oder auch seit kurzem Sites bei T-Online Travel. Auch Crossair und Midwest Express Airlines haben sich für die Buchungsmaschinen der Darmstädter Software-Schmiede entschieden, an der die Preussag 25,1 Prozent der Anteile hält.

Doch Geschäftsführer Volker Herrmann sieht bei der Entwicklung des "klassischen E-Commerce" eine Grenze erreicht: "Um die Buchungszahlen auf den Web-Seiten zu steigern, muss man andere Wege und einen neuen Ansatz finden." Mit der Weiterentwicklung der InteRes Flugbuchungsmaschine hoffen er und sein Team von 13 Mitarbeitern, der noch mickrigen Look-to-Book-Rate von derzeit ein bis drei Prozent bei InternetReisebüros auf die Sprünge helfen zu können.

Hinter der neuen Produktlinie mercado steht ein komplexes System, bei dem der Expedient in den Verkaufsprozess eingebunden wird. "mercado selektiert aus den Besuchern einer Website mögliche Zielkunden. Die Auswahl wird über Parameter gesteuert, die vorab vom Administrator festgelegt werden", beschreibt Herrmann das neue Modell.
Eine einfache Fluganfrage von Frankfurt nach London zum Spartarif werde dabei ausschließlich automatisiert bearbeitet. Gehe es jedoch um einige Tausend Euro, so werde diese Anfrage automatisch an einen Expedienten weitergeleitet. Dieser sorge dafür, dass die Buchung nicht daran scheitert, dass beispielsweise kein Preis ermittelt werden konnte.
Die einfache Fluganfrage geht zunächst an den Automator. Findet dieser sofort ein passendes Angebot, erhält der Kunde direkt seine Antwort und kann buchen. Ist jedoch kein passendes Angebot zu finden, wird dem Surfer eine automatische Weiterbearbeitung des Vorgangs bis zu einem definierten Zeitpunkt vor Reiseantritt angeboten. Jetzt hat der Automator Gelegenheit, bei niedriger Systemlast mögliche Alternativen zu prüfen und diese dem Kunden anzubieten. Das Angebot wird in seinen Warenkorb eingestellt: Hier kann er es einsehen und buchen. Die Information wird per E-Mail übermittelt. "Ein Agent greift in diesem Fall nicht ein."

Abhängig von vorher definierten Kriterien (Auftragswert, Vorgangsart, Aufwand, Anzahl der Reisenden) entscheidet das System, ob ein Vorgang einem Verkäufer zugewiesen wird. Dies geschieht, nachdem der Kunde die Site wieder verlassen hat - in dem Fall wird seine Kundenanfrage manuell bearbeitet, und der Kunde wird darüber informiert.
Ende Februar dieses Jahres will InteRes mit dem Internetanbieter Skytours das System testen. Damit solle die Integration von Offline- und Online-Elementen, von persönlicher und IT-basierter Verkaufsunterstützung verwirklicht werden.
Trotz Wirtschaftsflaute: InteRes konnte Umsatz um 15% steigern 01/2002
InteRes Presseerklärung 01/2002
Neue Produktlinie soll 2002 für frischen Wind sorgen.
Die Darmstädter Softwareschmiede InteRes konnte ihren Umsatz 2001 gegenüber dem Vorjahr um etwa 15% steigern. Der größte Anteil daran, nämlich rund 36%, ist diesmal dem reinen Projektgeschäft zu verdanken. Der zweite große Part geht auf den Lizenzverkauf der InteResEngine zurück (eine Plattform unabhängige und multi-hostfähige Buchungsmaschine). Die restlichen Umsätze verteilen sich auf Wartung / Support, Dienstleistungen sowie sonstige Erlöse.

In den Jahren 1997 bis 2000 konnte der Umsatz von Jahr zu Jahr verdoppelt werden. Dennoch: "Besonders im Hinblick auf das angespannte Marktumfeld, sind wir mit der Umsatzentwicklung sehr zufrieden", so Thomas Kreß, einer der beiden Geschäftsführer und Mit-Inhaber von InteRes.

Damit auch 2002 wieder erfolgreich wird, feilen die Darmstädter gerade an Konzept und Entwicklung einer neuen Produktlinie. Die soll "den Klassischen Reise-Vertrieb mit dem Online-Vertrieb verbinden", erklärt Volker Herrmann, ebenso Geschäftsführer und Mitinhaber.
Dynamic Online Seatmaps 11/2001
InteRes Presseerklärung 11/2001
Midwest Express Airlines, Milwaukee, Wisconsin, USA, have launched a new function on their Web site together with InteRes GmbH, Darmstadt, Germany.

Interactive seatmaps allow users to select their own seat location on all Midwest flights. The booking engine - InteResEngine - presents the seatmap information for all passengers and flight segments in one HTML page, one passenger and one segment at a time. The browser completely takes care of the switching between passengers and segments so that no further server contact is necessary while the user chooses his seats. The default seat reservation is always kept at the user's disposal in case his desired seats are booked by a different user in the meantime.

Midwest Express Airlines selected the booking engine of InteRes GmbH in Sep-tember 2000. During a fare sale in April 2001, where customers were offered cheaper flights for special travel periods and an additional online booking discount of 5 percent, the InteResEngine handled up to 2,600 bookings per day. The overall number of reservations during the six-day period was about 10,000. Due to this great success Midwest Express Airlines expanded their server capacity by setting up a second set of servers and implementing load balancing with Cisco's Local Director. The incoming requests are now equally distributed to the two Web servers.

Another new feature at www.midwest express.com is based on the InteResEngine. Customers can make online reservations for "Conventions and Meetings" and they are offered early-bird discounts when they fly to events and congresses cooperating with Midwest Express Airlines. The passenger only has to key in his event number and gets displayed his specific flight dates.
IATA Passenger Services 11/2001
InteRes Presseerklärung 11/2001
From 15. to 18. October InteRes exhibited at the IATA Passenger Services 2001.
This years annual meeting of the ATA and IATA Member Airlines was held in the City Club Hotel & Convention Centre in Vienna, Austria. Due to the unprecedented circumstances of September which have turned the industry upside down the exhibition was rather quiet. Many of the delegates cancelled their visit, just about one third of the enrolled attendants really appeared at the IATA Show. Airline members of the United States as well as of the Middle East were very few and far between.

Many of the exhibitors were rather unsatisfied with the results of the show. A lot of loud voices discussed if it would not have been better to postpone the meeting for a month or two. Although there is still much uncertainty and apprehension within the airline employees and the whole business community it was obvious that the day to day issues of the companies are coming to the fore again slowly but steady. Hopefully everything will turn back to almost normality soon.

The IATA (International Air Transport Association) is the trade association of the world's international airline industry. Originally founded in 1919, it now groups together almost all the world's airlines.
Mit Rückenwind
Touristik Report 5/2001
InteRes plant Filiale in Amerika
wg
Als TUI-Stammlieferanten für Internet-Buchungsmaschinen können die InteRes-Chefs Volker Herrmann und Thomas Kreß über mangelnde Arbeit nicht klagen. Auch die britische Firma Cyberes, die ein Internet-CRS für Reisebüros aufbaut, deckt InteRes mit Arbeit ein. Cyberes-Chef Tariq Malik hat seine Firma gerade an die Börse gebracht und investiert einen Großteil der eingenommenen 30 Millionen Mark jetzt in neue Technologie für Mietwagen- und Hotelbuchungen.

Um noch besser in Amerika ins Geschäft zu kommen, will InteRes jetzt den Aufbau einer Filiale in den USA angehen. Schon jetzt hat das Unternehmen mit der American Automobile Association und der Fluglinie Midwest Express zwei große Kunden auf der anderen Seite des großen Teichs.
Um in Amerika richtig ins Geschäft zu kommen, müsse man im Land aber auch präsent sein, so Herrmann. Deswegen plane das Unternehmen den Aufbau einer Filiale in Chicago.

Rückenwind für die Amerika-Pläne bekommt InteRes von der Preussag, die mit 25 Prozent an der Software-Firma beteiligt ist. Über InteRes bekommt der Konzern eine Möglichkeit, in den USA im Reisemarkt Präsenz zu zeigen.
Von Insidern wird denn auch schon gemutmaßt, daß InteRes für die TUI in den USA ein Internet-Reiseunternehmen aufbauen könnte, das Europa-Reisen an amerikanische Urlauber verkauft.

Auch in Deutschland setzen Herrmann und Kreß aber weiter auf Expansion. So soll der Vertrieb der InteRes-Software in Deutschland intensiviert und nicht nur dem Partnerunternehmen Conet überlassen werden. Schon im vergangenen Jahr ist die Mitarbeiterzahl bei InteRes von sechs auf 13 gestiegen, in diesem Jahr sollen noch einmal sechs Software-Spezialisten dazukommen. Die Räume dafür sind schon da: Gerade erst hat InteRes zwei komplette Büroetagen in der Darmstädter Innenstadt angemietet. In den noch leerstehenden Büros können die InteRes Mitarbeiter zur Zeit Billiard und Darts spielen oder ein gezapftes Pils trinken.
Strategischer Partner
Touristik Report 5/2000, 2/25/2000
TUI will mit InteRes neue Onlineangebote entwickeln.
wg
Für einen "siebenstelligen Betrag" hat die TUI Group 25,1 Prozent der InteRes GmbH erworben. Zusammen mit den InteRes-Technikern will der Reisekonzern sein Online-Angebot weiter ausbauen und auch im Ausland buchbar machen. Die entspannte Atmosphäre bei InteRes täuscht. "Wir werden in diesem Monat vier WebSites fertig programmieren", erklärt Volker Herrmann beim Rundgang durch die beiden Büroetagen der Internet-Firma in der Darmstädter Innenstadt.
Neben einer Internet-Präsenz für BA Shops, die Reisebürokette von British Airways, haben die neun InteRes-Mitarbeiter im April Web-Projekte für Crossair, TISS und Hapag Lloyd Flug abzuarbeiten.
Gemeinsam mit den Kunden erstellt InteRes ein funktionales Gerüst der Buchungsseiten. Auf dieser Grundlage entwerfen Multimedia-Designer die grafische Oberfläche des Internet-Auftritts. Die Integration von Buchungsfunktionalität und Grafik-Design erledigen dann wieder die InteRes-Programmierer.

Die über Internet eingegebenen Buchungsdaten werden von der InteRes-Buchungssoftware an eines der großen CRS weitergegeben. Dort wird dann der Flug gebucht. "Unsere Verbindungssoftware funktioniert sowohl mit Sabre und Galileo wie auch mit Worldspan und Amadeus, und zwar nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch", stellt Herrmann mit Blick auf die Software-Konkurrenz klar, die ähnliche Behauptungen aufstellt.
So könne die TUI die auf ihrer neuen WebSite eingehenden Flugbuchungen über die InteRes-Technik mit einem Tastendruck von Amadeus zu Sabre umleiten. Auch bei mehreren internationalen Kunden ist die MultiCRS-fähige Software der Darmstädter im Einsatz.

Die InteRes-Arbeit bei der Neugestaltung der TUI-Webseiten hat den TUI-Internet-Kommandanten Dieter Zümpel so überzeugt, daß er sich bei der gerade vier Jahre alt gewordenen Internet-Firma auch kapitalmäßig beteiligt hat. Mitte April wurden die Verträge für den Einstieg des Konzerns unterzeichnet. "Die TUI hat einen siebenstelligen Betrag in das Unternehmen gegeben und dafür 25,1 Prozent der Anteile erhalten", verrät Herrmann über das Geschäft. Die Hälfte dieses Geldes sei an die Alteigentümer gegangen, die andere Hälfte soll für den weiteren Ausbau des Unternehmens verwendet werden.

Die Hannoveraner haben mit InteRes viel vor: Neben dem fast fertigen Internet-Auftritt von Hapag Lloyd Flug, der im Hintergrund mit dem CRS Amadeus arbeitet, soll InteRes sukzessiv weitere Produkte des Reisekonzerns im Internet buchbar machen. "Unser nächstes Ziel ist es, alle Angebote des TUI-Konzerns im Internet buchbar zu machen", verspricht der InteRes-Chef.
Schon jetzt ist die TUI-Internetpräsenz über InteRes-Software an das Iris-Reservierungssystem des Reisekonzerns angebunden. Das werde weiter ausgebaut, nicht zuletzt im Hinblick auf die Online-Zusammenstellung von Bausteinreisen. Auch international werde bei der TUI einiges von InteRes erwartet.

Neben dem Projektgeschäft mit der TUI will InteRes den Ausbau seines Kundenportfolios aber nicht vernachlässigen. In Deutschland kooperiert das Unternehmen mit der Firma Conet in Hennef, in den USA arbeitet InteRes mit der Firma Aerotech zusammen. "Künftig sollen 40 Prozent unseres Umsatzes aus dem Verkauf von Software-Lizenzen kommen", blickt der InteRes-Chef in die Zukunft. Deshalb arbeiten die Darmstädter emsig an der Weiterentwicklung ihrer Buchungssoftware.

So will Herrmann zusammen mit seinem für die Technik zuständigen Partner Thomas Kreß Reise-WebSites künftig so gestalten, daß der Anteil der Besucher der Online-Präsenz, die wirklich buchen, steigt. Noch entschließen sich nur o,8 bis 1,4 Prozent der Besucher einer Site zum Kauf. "Viele Surfer wollen ihre persönlichen Daten nicht in eine Buchungsmaske eintragen", hat Herrmann beobachtet. Diese Klippe könnte umgangen werden, wenn der Anbieter die Besucher seiner WebSite zum Beispiel per Telefon kontaktiert und die persönlichen Daten selbst aufnimmt. InteRes sieht in diesem "Reverse Profiling" einen vielversprechenden Weg, die Look-to-Book-Rate zu erhöhen.
TUI will auch im Internet Marktführer werden
FVW 5/2000, 2/25/2000
Monika Spielberger, Georg Jegminat und Klaus Hildebrandt
Neuer E-Commerce - Auftritt soll Branchenfremden Paroli bieten. 80 Prozent aller Online-Bucher sind nach Erkenntissen der TUI Neukunden. Die neue virtuelle Plattform unter der Marke tui.de soll dieses Potenzial erschließen. Mit ihrem umfangreichen Flug und Last-Minute-Angebot will der Marktführer auch jene Internet-Surfer anlocken, die sich für klassische Pauschalreisen nicht InteRessieren. Auch mit Zukäufen will die TUI im Online-Geschäft auftrumpfen. Preussag-Chef Dr. Michael Frenzel hat bei der Investition der TUI in ihren neuen Internetauftritt die Marschrichtung vorgegeben. Europas größter Veranstalter soll auch im World Wide Web Marktführer sein. "Wir müssen offensiv vorangehen, damit wir nicht zum bloßen Content-Lieferanten für Dritte werden." Die Akzeptanz des Marktes entwickle sich "explosionsartig". Frenzel erwartet, dass in zwei bis drei Jahren rund 20 Prozent des Umsatzes online abgewickelt werden.
Die TUI, die nicht nur über eine bekannte Marke, sondern im Gegensatz zu reinen Internet-Vermittlern über eigene Produkte verfügt, soll da nicht abseits stehen. Diese Woche hat sie ihren neuen Internet-Auftritt freigeschaltet, mit dem sie eine breitere Kundenschicht ansprechen will. Wo bisher nur vereinzelt Flüge gebucht werden konnten, stehen jetzt über eine Buchungsmaschine des Unternehmens InteRes Linien- und Sondertarife fast aller Fluggesellschaften zur Wahl. Consolidator-Tickets kommen vom konzerneigenen Fluggroßhändler Sparflug, für Einzelplätze im Ferienflug hat die TUI ihr Hit-Programm. InteRes bildet die technische Plattform mit Schnittstellen zu Amadeus und Sabre sowie zum TUI-System Iris. Schnittstellen zu Galileo und Worldspan sind für den Einstieg in andere Märkte wie die Schweiz und Österreich verfügbar.
Das Neue an tui.de ist jedoch die integrierte Abfrage von Linien- und Charterflügen mit Nettotarifen. Die technische Basis sieht vor, dass bei großer Nachfrage alles auf schnelle und hochleistungsfähige Computer portiert werden kann.
Neben dem Pauschalangeboten der TUI sind im Kurzfristbereich 50 000 Angebote buchbar, darunter auch Last-Minute-Offerten der Preiswertmarke EinsZwei-Fly. Ein Link führt zur Homepage der TUI-Beteiligung L'Tur, wo weitere Kurzfrist-Angebote abrufbar sind. Ab August stehen außerdem 20 000 Hotels weltweit mit Bild sowie ausführlicher Beschreibung über Lage und Ausstattung zur Verfügung. Neben Urlaubshotels können dann auch Stadthotels online gebucht werden. Im Bereich Mietwagen will TUI in Zukunft mit allen großen Anbietern zusammenarbeiten.
Diese Bausteinprogramme sollen zum Magnet für Internet-Surfer werden, die die TUI-Maske bislang gemieden haben. Da die Verbraucher sich beim Online"Buchen von traditionellen Pauschalreisen noch sehr zurückhalten, drohte die TUI ins Abseits des E-Commerce für Urlaubsreisen zu geraten. "80 Prozent der E-Commerce-Nutzer haben noch nie ein Reisebüro von innen gesehen" zitiert Dieter Zümpel eine Studie. Er ist als Geschäftsführer TUI Deutschland für den Eigenvertrieb und damit auch für den Online-Auftritt verantwortlich. "Wenn die ins Internet gehen, suchen sie Einzelleistungen wie Flug, Mietwagen oder Hotel."
1999 sind im deutschen Internet Leisure Trips für rund 300 Mill. DM verkauft worden. Ingo Krauß, Geschäftsführer der zum Jahresanfang in eine eigenen Gesellschaft ausgegliederten TUI Interactive, erwartet, dass sich der Wert im laufenden Jahr verdoppelt oder verdreifacht. Wettbewer ber von Expedia über Travelchannel bis LastMinute.com hätten sich in Position gebracht.
Krauß schließt nicht aus, dass die TUI in den nächsten zwei Monaten Beteiligungen im E-Commerce eingehen wird, um die geschaffenen "technologischen USPs (unique selling points), gute Dienstleistungen und gute Mitarbeiter" strategisch abzusichern. InteRes könnte einer der Kandidaten sein.
Konzernchef Frenzel hatte auf der Bilanzpressekonferenz der Preussag bereits entsprechende Schritte angekündigt. Möglich seien Beteiligungen an innovativen Firmen in der Größenordnung von 10 bis 15 Prozent. In diesem Markt müsse man umdenken, was die Beteiligungsqoten angehe, begründet er die niedrige Anteilshöhe. Ziel sei, "ein Bündel von Beteiligungen rund um das eigene Online-Geschäft" zu schaffen, um damit deren Know-how zu nutzen. Als Beispiel nannte Frenzel Gespräche mit einem im E-Commerce tätigen Consulting-Unternehmen oder mit einem "Technologieanbieter im Bereich Business-Travel".
Booking Engines - The New Generation Aviation Informatics 9/1999
Aviation Informatics 9/1999
Volker Herrmann
Airline and travel booking engines will have to operate as complete distribution support systems, dynamically addressing various host systems, writes Volker Herrmann of InteRes. Providing online booking solutions to the international travel industry, we experience a significant change in the requirements of our customers, whether it be airlines, large travel distribution organisations or pure online travel agencies. While in the past they all looked for an application to allow their customers to book their specific product over the world wide web, their expectations towards booking today engines are far more versatile.
What are these requirements and what are booking engines capable of" Naturally the answer to these question sets the standards for systems delivered for the new millennium. Most booking engines installed today are tied between one host and one browser-based user interface to book individual travel services like flights, hotels and car rentals. In a typical airline environment the core functionality of the application would be to enable customers to request availabilities, reserve seats and pay for them online. The booking engine is the intermediary between this application and the host of the airline or of a global distribution system. All components are highly integrated, which makes changes to the application very expensive. With online bookings growing exponentially and a higher competition level the limitations and operational costs of such one-dimensional systems become more and more obvious.
In a time of large travel portals where the customers are offered anything from roadmaps to round-the-world-cruises, the user will not go to a site, where he only can book some airlines which are an one host. If he does, he expects an outstanding personalised service and significant cost savings. Online booking sites already have proven that they have the potential to become highly cost effective distribution channels.
As some US carriers now started to offer deals like 10% Off the published rate for any booking made an their site, we will have to explore every opportunity to lower transaction cost and booking fees. One instrument is direct connections with vendor hosts bypassing the GDS. All the discussion about XML, CORBA, n-tier architecture and multiplatform environments, within the industry, started because of these requirements.
These structures and components now enable the software vendors to break up the existing architecture of online booking systems and create new solutions which continuously can be adapted to changing requirements. What would such a system look like and what would it provide" An airline would establish various host connections to its own kost, a GDS and to its alliance partners. The booking engine would automatically direct bookings and transactions to the appropriate host which gives the customers extensive functionality. Every transaction, no matter in what host, will be logged. The engine will generate a "footprint" of each booking and store them in a neutral format which will be accessed by subsequent back-office systems. Whether for the internet user or inhouse staff travel, a modular and transparent architecture, allows the creation and continuous adaptation of numerous front end applications to generate reservations and optimize the process around it. In the new millennium booking engines will have to function as complete distribution support systems, dynamically addressing various host systems. Because of their existing functionality and their position within the airlines IT environment, they always had the potential for it. With the new standards and requirements, software vendors now have to explore this potential an behalf of their customers.
Flugreisen online buchen Handelsblatt 5/31/1999
Handelsblatt, 5/31/1999
Ulrich Schmitz
BONN. Es kann ein kleines Abenteuer werden, wenn man seinen Flug per Internet sucht und bucht. Vor allem bei kostengünstigen Lastminute-Angeboten läuft praktisch nichts ohne Medienbruch: Die über Großhändler vertriebenen Tickets müssen ausgedruckt und mit der Schneckenpost an den Reisenden geschickt werden - mit der Gefahr, daß sie nicht ankommen. "Das Online-Reisegeschäft steckt noch in den Kinderschuhen", räumt denn auch Thomas Kreß ein, Projektleiter bei der Darmstädter InteRes GmbH. Sein Unternehmen liefert die Technologie, mit der etwa virtuelle Reisebüros direkt in den Buchungsmaschinen der Luftfahrtgesellschaften nach freien und günstigen Flügen Ausschau halten können.
Auch der Autor hat so seine Erfahrungen mit dem Online-Reiseangebot gemacht: So waren die wirklich günstigen Flüge für spezielle Flugverbindungen immer schon vergriffen. Und das nicht nur im Internet, sondern auch bei dem relativ neuen Service von America Online Fly@AOL (www.germany.aol.com/reisen/index.html), der vom Hamburger Reisebüro Aero World abgewickelt wird. Die gleiche Erfahrung wurde beim Channel Lifestyle & Reisen Fly@Compuserve (www.compuserve.de/lifestyle) gemacht. Die Newcomer suggerieren zwar ein wachsendes günstiges Angebot, doch auch bei AOL und Compuserve sind echte Schnäppchen rar.
Der Grund: Die Airlines halten so lange wie möglich ihre Buchungen zu normalen IATA-Tarifen offen und offerieren ihre Billigangebote erst kurz vor Toresschluß - unabhängig davon, ob die Großhändler, die sogenannten Consolidators, Kontingente geordert haben. Lastminute heißt also wirklich Lastminute. Und das hat Folgen: "Bei Margen von inzwischen sieben Prozent können wir uns im Lastminute-Geschäft keine Extratouren leisten", erläutert Rudolf Seiberlich, Geschäftsführer der Freiburger Skytours, einem rein virtuellen Reisebüro mit sieben Mitarbeitern in Freiburg und einem täglichen Umsatz von 20 000 DM (www.skytours.de). Skytours druckt die Tickets selbst aus und schickt sie entweder per Post zum Kunden oder sorgt per Kurier dafür, daß sie am Schalter der Luftfahrtgesellschaft hinterlegt sind. So ist der Medienbruch vorgegeben und oft genug kommt das begehrte Ticket buchstäblich in letzter Minute per Gelber Post oder man tritt mit Bangen an den Abflugschalter und hofft auf seine Unterlagen.
Die Online-Bucher haben ein weiteres Problem: Günstige Tickets sind oft gebunden an die Einhaltung gewisser Konditionen: So muß oft zwischen Hin- und Rückflug ein Wochenende liegen. Auch gilt es beim Umsteigen zu beachten, daß etwa genügend Zeit für die Immigrationsprozedur bleibt, bevor es auf einem Inlandsflug weitergeht. "Man kann von den Online-Kunden nicht erwarten, daß sie solche Feinheiten im Griff haben", gesteht denn auch Martin Falkmeier von der bestData GmbH, Hannover. Deren Buchungsmaschine dient mehreren hundert Reisebüros als Zugriffsinstrument auf Systeme für Pauschalreisen und Flüge. Die Erfahrung habe immer wieder gezeigt, so Falkmeier, daß ein Jäger nach billigen Flügen letztlich doch ein langes Gesicht zog, weil seine Buchung überhaupt nicht funktionieren konnte. Bei den Pauschalreisen sei das allerdings anders, so sein Trost.
Angesichts solcher Klippen bietet die Darmstädter InteRes eine Art intelligenten Filter an, eine regelbasierte Datenbank. Sie ist in der Lage, bei Flugbuchungen Plausibilitätsprüfungen vorzunehmen. Skytours setzt jetzt als eines der ersten virtuellen Reisebüros diese Technologie ein. "Sofern Tickets mit UPS verschickt werden, sind wir mit diesem System sogar in der Lage, jederzeit einen Statusbericht online zu geben. Damit wissen wir, wo sich die Buchungsunterlagen gerade befinden", schwärmt Thomas Kreß von InteRes. Doch selbst hier kommen die Reisebüros um die manuelle Datenpflege nicht herum: Ändern sich Regeln und Bestimmungen, müssen diese von Hand eingegeben werden.
Angesichts dieser Probleme wundert es nicht, daß Experten des Dortmunder Profnet-Instituts für Internetmarketing bei einer Analyse von virtuellen Reisebüros feststellen, "die Reisebranche habe die mit dem innovativen Medium verbundenen Chancen zwar grundsätzlich erkannt", so der wissenschaftliche Leiter der Profnet-Studie, Professor Ralf Berning, doch schöpfe sie diese nicht aus. Darüber hinaus lasse die Kundenorientierung vielfach zu wünschen übrig.
Lediglich die Hälfte der umsatzstärksten Top 70 Reiseveranstalter besitze eine eigene Webseite, hat Peer Walter Jahn im Rahmen der Tests herausgefunden. "Davon ermöglicht nur ein Viertel den Onlinekunden eine direkte Buchungsmöglichkeit." Doch trotz aller Medienbrüche und Unwägbarkeiten des Mediums arbeiten die virtuellen Reisebüros laut Profnet-Studie erfolgreich "und erweisen sich zunehmend als Konkurrenz für die konventionellen Reisebüros", so Jahn.
HP ATB and InteRes offer packaged Internet booking solutions HP ATB News, 4/1999
HP ATB News, issue 3, April 1999
Since the beginning of this year, Hewlett-Packard's aviation, travel & transportation business (ATB) has formed a partnership with InteRes information technology in Darmstadt, Germany. InteRes is a highly specialised provider of host interface technology for travel distribution organisations and travel suppliers like airlines, car-rentals and hotels. The core product of the company is InteResEngine, a multi-host booking engine already interfacing with various GDS and airline host systems. Because of its specific architecture new host interfaces can be integrated within weeks. The small but highly specialised software house has turned out to be highly effective in delivering comprehensive online booking solutions. Within the last 3 years InteRes has delivered 14 of these systems in Europe, USA and Far-East. Amongst their customers are the American Automobile Association (AAA) and Abacus - the Asian GDS serving more than 6000 travel agents. InteRes latest project was to build a direct booking site for Crossair, the largest regional European airline, operating out of Basel, Switzerland. At Crossair, InteResEngine is running in a pure HP environment. This combination has turned out to be a perfect bundle for integrated online bookings solutions ("plug'n'book") for airlines. This month HP ATB and InteRes will sign a joint marketing agreement to jointly offer online booking solutions to the air transportation and travel industry. Both partners already have proven to be qualified system providers and will now in addition coordinate their marketing activities.
Das große Zögern Touristik-Report 3/1999
Touristik-Report 3/1999
Über 300 Technologie-Experten der Tourismusbranche trafen sich in der vergangenen Woche auf der ATTIS 99 Global Conference in London-Heathrow. ( ... )

( ... ) Weil die Vertreter der Fluggesellschaften unter den Attis-Besuchern so dünn gesät waren, hatten sich Thomas Kreß und Volker Herrmann, beide Geschäftsführer der Softwareschmiede InteRes, ihren Airline-Manager gleich selbst mitgebracht. Der IT-Experte der Crossair, Horst Salomon, zählte zwar zu den Referenten des Kongresses, aber immer wieder stand er auch InteRessierten Besuchern am Stand von InteRes Rede und Antwort. Vor kurzem hat die Schweizer Regionalfluggesellschaft nämlich ihre neue Internet-Homepage freigeschaltet. Das Konzept haben die Online-Strategen der Swissair-Tochter gemeinsam mit Conet Consulting aus Hennef entwickelt, die Online-Buchung von Plätzen in den Maschinen des Carriers besorgt die Booking-Engine von InteRes. "Die Crossair ist unser erster Airline-Kunde", verkündete Herrmann stolz. Bislang setzten die Darmstädter ihre Software überwiegend ein, um Internet-Surfern eine Online-Reisebuchung über verschiedene CRS zu ermöglichen. "Bei den Schweizern haben wir Neuland betreten. Die Anfragen der Online-Bucher werden direkt an das Airline-System weitergeleitet." Von der Reaktion des Messepublikums auf den Referenzkunden Crossair zeigte sich Herrmann positiv überrascht: "Demnächst werden hoffentlich auch noch andere Airlines unterschreiben."
Echtes Multi-CRS 2/1999
2/1999
Jürgen Baltus
"David" bucht gleichzeitig in allen Systemen - Conet vertreibt InteRes-Software exklusiv. Frankfurt. Das Problem ist bekannt. Airlines dürfen einzelne CRS nicht diskriminieren. Daß man jedoch etwa American Airlines über deren Tochtergesellschaft Sabre normalerweise besser reinkriegt als über andere CRS, ist kein Geheimnis. Allerdings sind auch bei anderen Airlines nicht immer alle Plätze gleichzeitig in allen Systemen verfügbar. Für einen Flug, der beispielsweise in Sabre bereits ausgebucht ist, kann es in Galileo noch Plätze geben. In Worldspan wird dieser Flug vielleicht gar nicht angezeigt. Ein Grund dafür liegt in der unterschiedlichen Anbindung der Fluggesellschaften an die einzelnen Reservierungssysteme. Je nach Access kann die Aktualisierung bis zu 24 Stunden dauern. Volker Herrmann, Inhaber des Softwarehauses InteRes, schätzt, daß in der Hälfte aller Fälle die einzelnen CRS unterschiedliche Daten liefern.
Abhilfe schafft das jüngste Produkt der Darmstädter Software-Schmiede, "David". Auf einem einzigen Bildschirm kann damit gleichzeitig in allen CRS nach freien Flugsesseln gesucht werden. Dazu wählt sich die einzelne Buchungsstelle über Internet in den InteRes-Server ein, der an die CRS angeschlossen ist. Im Unterschied zu ähnlichen Entwicklungen anderer Software-Häuser sei David kein Pilotprojekt, betont Herrmann, sondern befinde sich bereits seit einigen Monaten beim britischen Consolidator "Gazelle Travel" im Einsatz. Der wickle mittlerweile gar 40 Prozent seines Geschäfts über das "Multi-CRS" ab. In Kombination mit der InteResEngine eröffnen sich weitere Möglichkeiten. Denn prinzipiell kann sich David in jeden beliebigen Hostrechner einwählen und Verfügbarkeiten checken. So können parallel zu den Iata-Tarifen Consolidator-Angebote dargestellt werden. Auch die Direktanbindung einzelner Airlines ohne CRS ist möglich. Dies wird von vielen Fluggesellschaften gerne gesehen und mit einem Scheck am Jahresende entsprechend vergütet. Bisher greift David auf Galileo, Sabre und Worldspan zu. Amadeus soll bei entsprechendem InteResse eines deutschen Partners folgen.
Ist die InteRes-Software bisher vor allem in den USA und Großbritannien auf InteResse gestoßen, soll nun die Consultingfirma Conet in Hennef die Vermarktung in den deutschsprachigen Ländern übernehmen. Consolidator, Call Center und Firmen seien die Zielgruppe, erklärt Bernward Hohenbild, Bereichsleiter Touristik. Conet habe etwa Schnittstellen zu Mitarbeiter-Datenbanken und MIS-Systemen entwickelt, die eine individuelle Anpassung in den Unternehmen ermöglichten.
Der Motor läuft Touristik-Report 20/1998
Touristik-Report 20/1998, 9/24/1998
Matthias Ehbrecht
Für den Verkauf ihrer Booking Engine auf dem deutschen Markt hat sich die Darmstädter Softwareschmiede InteRes mit den EDV-Beratern von Conet Consulting zusammengetan. Gemeinsam will man bis zum Jahresende die Online-Buchbarkeit der Reiseangebote von EVS Berge und Meer realisieren.
Über mangelndes InteResse an ihrer Reservation Engine können sich Thomas Kreß und Volker Herrmann nicht beklagen. Selbst bei amerikanischen Reisemittlern verbuchen die beiden Gründer der Softwareschmiede InteRes derzeit nämlich beachtliche Erfolge. So wird der Automobilclub AAA die flexible Schnittstelle der Darmstädter künftig beim Verkauf touristischer Leistungen als Verbindung zu Galileos amerikanischem Partnersystem Apollo einsetzen. Flüge, Mietwagen und Hotels können dann von den Reiseverkäufern der Automobilisten online gebucht werden. "Die positive Resonanz im Softwareland USA freut uns natürlich besonders", gibt Volker Herrmann zu. Die Kundenliste jenseits des großen Teichs werde sich in den nächsten Wochen noch verlängern, prophezeit er.
Um den deutschen Markt nicht zu vernachlässigen, haben sich die innovativen InteRes-Köpfe mit einem nationalen Vertriebspartner verbündet. Der "Reservierungsmotor" aus Darmstadt wird hierzulande nun von der Firma Conet Consulting vertrieben. Die EDV-Berater aus Hennef betreuen Firmen unterschiedlichster Couleur in Bezug auf Kommunikations- und IT-Konzepte. Illustre Namen wie Lufthansa und Bayer sowie verschiedene Bundesministerien stehen auf der Referenzliste des Unternehmens. "Gemeinsam mit InteRes wollen wir unser Engagement im Bereich Tourismus verstärken", sagt Conet-Systemberater Bernward Hohenbild.
Jüngstes Projekt der Zusammenarbeit mit InteRes sind der Internet-Auftritt und die Online-Buchbarkeit der Reiseangebote für EVS Berge und Meer. Bis Ende Oktober wird Conet zunächst die Websites des großen Direktvertreibers neu gestalten. Zum Jahresende soll dann mit Hilfe der InteResEngine auch die Online-Buchbarkeit realisiert werden. Doch die Reservierungsfunktion der Berge-und-Meer-Reisen wird nicht nur über die Seiten des Direktvertreibers angeboten. auch der Internet-Verkauf über die Websites von EVS-Partnern wie Aral, Sat1 oder Tchibo wird über die InteResEngine laufen.
"Die Zusammenarbeit mit InteRes ist langsam gewachsen", erinnert sich Conet-Mann Guido Grulke. Erste Kontakte mit den Darmstädtern seien bei einem Projekt für die UNO-Behörde International Organization for Migration (IOM) geknüpft worden. Die IOM mit Sitz in Genf kümmert sich um die freiwillige Rückführung von Flüchtlingen und Vertriebenen in ihre Heimatländer. Conet erarbeitete für die Behörde die IT-Konzeption, um die Abläufe von der Antragstellung über die Buchung und Abrechnung der Reisen zu erstellen. als Verbindung zu den CRS wird die InteResEngine eingesetzt. Der nächste Schritt in der Zusammenarbeit war die Planung des Internet-Auftritts der Schweizer Fluggesellschaft Crossair, der - inklusive Online-Buchbarkeit - bis zum Dezember freigeschaltet werden soll.
Online-Funktionen in Software integrieren FVW 16/1997
FVW 16/1997, 7/24/1997
Claudia Hofmann
Geht ein Tourismus-Unternehmen an das Internet oder soll ein CRS-Anschluß erfolgen, wird besondere Software benötigt. InteRes ist darauf spezialisiert, in vorhandene Programme Online-Funktionen zu integrieren.
Reservierungs- und Buchungsfunktionen für das Internet entwickelt und installiert das Unternehmen InteRes Gesellschaft für Informationstechnologie in Darmstadt. Dabei ist man international tätig, wie die Ergebnisse der diesjährigen InteRes-Nutzerkonferenz Ende Juni zeigten.
"Zu allen wichtigen Computer-Reservierungs-Systemen (CRS) programmieren wir für unsere Kunden Schnittstellen, optimieren Abläufe und sorgen dafür, daß sich verschiedene Anwendungen miteinander verstehen", erklärt Geschäftsführer Volker Herrmann. Für das Internet ist man auf die Integration von Reservierungsfunktionen spezialisiert.

Die dafür angebotenen Produkte bzw. Module heißen je nach Zielgruppe InteResEngine, InteResAir, Hotel und Car sowie InteResWebInterface. Verbindungsmöglichkeiten (Interfaces) gibt es zu Sabre, Apollo, Worldspan, Galileo, Amadeus, Shares und Abacus. Die Dienstleistungen von InteRes für ihre Kunden umfassen neben der exklusiven Programmierung des gewünschten Interface, Beratung, Systemintegration, d.h. optimale Kombination von bestehenden und neuen Computerelementen und Web Design, für einen optimalen Internet-Auftritt.
Individuelle Lösungen für jeden Kunden
Für TISS, eine internationale Kooperation von mehr als 20 Consolidators realisierte man das InteRes Reservation Gateway, über das heute mehr als 100 Buchungen pro Tag laufen. Für den deutschen Internet Anbieter Skytours richtete InteRes ebenfalls die Online-Reservierungsmöglichkeit ein. Ein weiteres Beispiel ist die Internet-Adresse www.travelclub.de. Dort sind Flug-, Hotel- und Mietwagenreservierungen möglich. Über Travel Club soll in Zukunft auch die Buchung von Last Minute Angeboten und Pauschalreisen möglich werden.
Derzeit ist InteRes dabei für das asiatische Reservierungssystem Abacus ein interaktives Produkt zu entwickeln. Das internationale Engagement von InteRes zeigte sich auch bei den Teilnehmern der InteRes User Conference Ende Juni 1997. Mitglieder der Association of International Travel Agents AITA, insgesamt 27 Consolidators aus zwölf Ländern - von USA bis Indien - reisten ins Elsaß an, berichtet Herrmann. Sie tauschten ihre Erfahrungen mit Buchungs- und Reservierungssystem aus und ließen sich die InteRes-Produkte im Detail nahebringen.
Es formierte sich eine Gruppe von acht internationalen Consolidators, die ein neues Projekt finanziert und konkret in Angriff nimmt. Die Unternehmen werden ihre Daten im jeweiligen Datenbankformat an InteRes geben. Dort konvertiert und harmonisiert man sie und kann den angeschlossenen Unternehmen dann eine internationale Consolidator-Datenbank bieten. Die fertige Lösung soll zum World Travel Market 1997 präsentiert werden.
Für 1998 sei an eine Ausweitung dieser Consolidator-Aktivitäten in Richtung auf einen "Global Ring", d.h. ein weltumspannendes Netz von Gateway-Rechnern für den internationalen Zugriff auf Consolidator-Daten gedacht. "Im ersten Schritt ist das eine Anwendung für eine geschlossene Benutzergruppe", erklärt Herrmann. Das Ziel sei, eine Essenz dieser Consolidator-Daten schließlich auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.